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Modul 06
TRAININGSMATERIAL
FÜR DIE GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG IN KFZ-WERKSTÄTTEN

Arbeitsbedingungen


M06.09.01

Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz

Ein wesentlicher Bestandteil guter Arbeitsbedingungen ist ein sauberer und ordentlicher Arbeitsplatz; er hilft Verletzungen und Krankheiten vorzubeugen. Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz schließt die richtige Organisation und Instandhaltung von Gebäuden, Werksanlagen, Maschinerie und Ausrüstung, sowie der Sanitär- und Sozialeinrichtungen ein. Ebenso gehört das regelmäßige Streichen und Reinigen von Wänden, Raumdecken und festen Einrichtungen dazu. Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz umfasst auch die alltägliche Sauberkeit und Ordnung in allen Teilen des Arbeitsbereiches und ist wichtig um eine gute Sicherheitspraxis zu erreichen. Weil Sauberkeit und Ordnung eine Wartungsaufgabe sind, kann sie nicht ohne die Kooperation und den guten Willen eines jeden am Arbeitsplatz erreicht werden. Einige wichtige Punkte, die man beachten muss, um gute Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz zu erhalten, werden im Folgenden angegeben:

  • Eine Raumaufteilung, die Ordnung und Sauberkeit erleichtert
  • Gänge, Durchgänge, Transportbereiche und Ausgänge müssen markiert werden. Sie müssen frei von Hindernissen sein.
  • Lagerflächen für Rohmaterialien, Fertigerzeugnisse, Werkzeuge und Zubehör müssen bestimmt werden






  • Ständer für Handwerkzeuge oder Geräte über Werkbänken anbringen
  • Abfallentsorgungsmöglichkeiten vorsehen
  • Die klare Zuweisung von Aufgaben für die Wartung und Reparatur von Arbeitsgebäuden, besonders von Stufen, Fußwegen, Wänden, Lampen und Sanitäreinrichtungen.
  • Behälter für Abfall und Schrott an günstigen Standorten aufstellen
  • Für die Arbeit und für die Reinigung geeignete Bodenbelags;materialien verwenden
  • Möglichkeiten um den Arbeitsplatz abzuschirmen und Vorrichtungen, um Ablagerungen von Öl, flüssigen Abfällen oder Wasser auf den Umgebungsfußböden zu verhindern
  • Ablaufrinnen für überflüssiges Wasser
  • Spezielle Gruppen von Personen, um die tägliche, wöchentliche oder monatliche Reinigung durchzuführen.

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M06.09.01.01

Werkstatt- und Verkehrswegböden

Sicherheitsmaßnahmen

  • Alle Böden sauber, trocken und insbesondere rutschfest halten
  • Geeignete Stiefel in Fahrzeugwaschbereichen tragen
  • Rampen trocken halten und mit rutschfesten Oberflächen versehen
  • Alle Durchgänge und Fahrwege korrekt markieren (z.B. Markierungen mit schwarzen und gelben diagonalen Streifen)
  • Durchgänge, wie auch Stufen, Ecken und feste Hindernisse sauber halten
  • Verschüttete oder übergelaufene Flüssigkeiten müssen gemeldet und sofort entfernt werden

Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass:

  • Alle Oberflächen eben sind, ohne Löcher oder defekte Stufen.
  • Bei Nässearbeiten eine gute Abwasserableitung gegeben ist
  • Die Bodenbelastbarkeit bei Hochebenen und Ersatzteillagern ausgeschildert ist

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M06.09.01.02

Stufen und Leitern

Während der Verwendung von Leitern existiert eine Hauptgefahr: Herunterfallen (Absturz). Ein Absturz kann aufgrund mehrerer Umstände geschehen, wie:




  • Eine Leiter, die überladen oder beschädigt ist und umfällt,
  • Die ArbeiterInnen rutschen oder verlieren die Balance, während sie auf eine Leiter steigen
  • Öl- oder Fettreste auf einer Leiter
  • Leitern, die nicht sicher aufgestellt wurden und mit einer Möglichkeit sie zu versetzen

Wenn Unfälle in Treppenhäusern passieren, kann dies durch Ausrutschen oder Stolpern geschehen. Durcheinander, rutschige Oberflächen, Schäden, schlechte Beleuchtung und unsi;chere Arbeits;prak;tiken kön;nen zu Treppen;hausun;fällen beitragen.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Alle Stufen und Leitern in gutem Zustand erhalten
  • Treppenhäuser von jedem Durcheinander und Glätte frei halten
  • Vermeiden Sie es eine defekte Leiter oder Stufe zu benutzen
  • Prüfen Sie die Leiter vor der Verwendung
  • Keine Leitern auf unebenem oder instabilem Boden benutzen. Eine sichere, feste Oberfläche aussuchen.
  • Wählen Sie eine Leiter mit adäquater Länge- und Belastbarkeit
  • Binden Sie nie Leitern zusammen, um sie zu verlängern
  • Vermeiden Sie die Verwendung von Metallleitern in der Nähe von elektrischen Leitungen

Arbeitgeber müssen:

  • Regelmäßig die Tritte und Leitern prüfen und Schäden sofort reparieren lassen
  • An Treppen einen Handlauf zur Verhütung von Unfällen anbringen lassen

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M06.09.01.03

Rutschen, Stolpern und Fallen

Viele Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkstätten haben Schwierigkeiten, gute Standards von Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz und bei der Lagerung aufrechtzuerhalten. In vielen Fällen ist der Grund allgemeiner Platzmangel. Infolgedessen verursachen Rutschen, Stolpern und Fallen viele nichttödliche Verletzungen. Diese können durch gute Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen effektiv reduziert werden. Verletzungen könnten ein Ergebnis sein von:

  • Ausrutschen von ArbeiterInnen (aufgrund von Öllachen)




  • Fallen/Abstürze (die mit ungesicherten Inspektionsgruben zusammenhängen) (siehe auch Absatz 3.3)
  • Stolpern von Bedienpersonal (aufgrund eines schlecht organisierten Arbeitsplatzes)













Sicherheitsmaßnahmen

  • Ein Motorölleck abdichten, sobald es identifiziert ist. Das Auslaufen stoppen und saugfähiges Material verwenden, um das Öl mit ihm zu entfernen
  • Nie Öllachen oder Fett auf dem Boden lassen; weil wahrscheinlich Personen darauf treten und ausrutschen werden. Verunreinigungen unverzüglich entfernen.
  • Nie eine Inspektionsgrube offen lassen, wenn sie nicht benutzt wird.
  • Immer einen Rollwagen mit allem notwendigen Gerät mitnehmen. Kein Gerät oder Material auf dem Boden liegen lassen, da jemand darüber stolpern kann
  • Geräte immer zurück an ihren normalen Aufbewahrungsplatz stellen, sobald die Arbeiten beendet sind
  • Alle Werkzeuge möglichst in festsitzenden Halterungen aufbewahren
  • Stapeln und lagern Sie Materialien und andere Gegenstände auf sichere Weise

Die Lagerung von Materialien und Objekten muss auf eine Weise erfolgen, so dass es keine Möglichkeit gibt, dass Gegenstände herunterfallen und Verletzungen verursachen können.






Die Regale und für die Lagerung verwendeten Borde müssen stark und stabil genug sein um die Lasten, die auf ihnen abgelegt werden, zu tragen. Normalerweise werden Regale und Borde aus leichten Materialien hergestellt und sind auf ein bestimmtes Maß an Gewichtsbelastung und Verschleiß beschränkt, dem sie standhalten können. Um sicherzustellen, dass Bord- oder Regalinstallationen weiterhin funktionell nutzbar sind, können mehrere Maßnahmen, wie regelmäßige Überprüfung auf Schäden, Aufforderung der Angestellten, alle Schaden zu melden, Maximalbelastungsangaben und deren strikte Einhaltung dienen.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Material sicher auf heilen Paletten stapeln
  • Grenzen für die Höhe von Stapeln vorgeben, damit die Stabilität erhalten bleibt
  • Regelmäßig die Stapel kontrollieren, um unsichere Stapel zu bemerken und zu sichern
  • Ein Lagersystem einführen und die Beschäftigten im Stapeln schulen und unterweisen
  • Spezielle Vorkehrungen für Objekte treffen, die vielleicht schwierig zu lagern sind

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M06.09.02

Beleuchtung

An einem Arbeitsplatz sollte die Beleuchtung, die aus allgemeiner Beleuchtung oder einer Kombination von allgemeiner und Arbeitsplatzbeleuchtung besteht, ausreichen, um den Beschäftigten sicheres Arbeiten und Bewegen am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Ausreichende Beleuchtung ist sehr wichtig an einem Arbeitsplatz aus den folgenden Gründen:

  • Fokus: Das menschliche Auge kann sich nicht zur gleichen Zeit auf Gegenstände konzentrieren, die nah und weit entfernt sind. Wenn eine Person schnell ihren Fokus auf Gegenständen in verschiedenen Entfernungen ändert, wird das Auge müde. Das geschieht öfter bei der Inspektion eines Motors und bei Arbeiten an einem. In solchen Fällen muss viel Licht, hauptsächlich im weiter vom Augeentfernten Bereich verfügbar sein.
  • Veränderungen der Sehkraft: jeder hat andere Sehkraft. Einige Leute haben schwächere Sehkraft als andere. Außerdem geht die Fähigkeit des Auges, sich rasch auf verschiedene Abstände einzustellen, zurück, wenn die Leute älter werden. Es ist sehr wichtig, dass ältere Beschäftigte ausreichende Beleuchtung haben.

Tageslicht ist viel besser als künstliche Beleuchtung; jedoch variiert Tageslicht mit den Jahreszeiten und den Wetterbedingungen. Deshalb:

  • Den Beleuchtungsbedarf unabhängig vom Tageslicht bestimmen
  • So viel natürliches Licht wie möglich verwenden
  • Vergewissern Sie sich, dass Lagermaterial nicht den Tageslichteinfall behindert
  • Halten Sie Fenster von innen wie von außen sauber
  • Bei einem Fenster, das einer Wand gegenüber ist, sollte diese Wand weiß gestrichen werden, um mehr Tageslicht an den Arbeitsplatz zu reflektieren
  • Es ist besser, wenn das meiste Licht auf das Material oder die Werkstücke fällt, die zu bearbeiten sind
  • Die Lichtquelle sollte sich hinter und seitlich zur linken Schulter befinden, wenn die Person Rechts;händerIn ist.

Einige wichtige Faktoren zur Bestimmung der nötigen Lichtmenge sind:

  • Die Art der Arbeit (z.B. Präzisionsarbeit, für die mehr Licht benötigt wird)
  • Die Größe, die Form und die Eigenschaft des Materials oder Objekts, Licht zu reflektieren und, ob das Objekt leicht vom Hintergrund unterscheidbar ist
  • Die Fähigkeit der umliegenden Oberflächen dazu, Licht zu reflektieren
  • Die Sehkraft der ArbeiterInnen

Sicherheitsmaßnahmen

  • Immer ausreichende Allgemeinbeleuchtung installieren, weil es sein kann, dass das Tageslicht zu verschiedenen Tageszeiten nicht ausreicht
  • Adäquate Beleuchtung sollte auch an jedem einzelnen Arbeitsplatz (z.B. beim Öl entfernen) vorhanden sein, ohne vom Beschäftigten oder Teil einer Maschine verdeckt zu werden.
  • Nur Explosionsschutzbeleuchtung in Spritz;bereichen und im Farbenlager verwenden
  • Tragbare Lampen sind im Karosserie;lackierungs; bereich nicht erlaubt.
  • Im Falle von plötzlichem Ausfall des Lichts sollte eine automatische Notbeleuchtung, gespeist von einer unabhängigen Stromquelle, sofort anspringen.

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M06.09.03

Warnung und Sicherheitszeichen

Es gibt verschiedene Vorschriften, die Mittel zur Kommunikation von Gesundheits- und Sicherheitsinformationen regeln. Diese umfassen den Gebrauch von beleuchteten Zeichen, akustischen und Handsignalen (z.B Feuerwarnungen), gesprochener Kommunikation und die Markierung von Rohrleitungen, die gefährliche Substanzen enthalten. Diese existieren zusätzlich zu traditionellen Schildern, wie Verbots und Warnungsschildern. Brandschutzzeichen (d. h. Hinweisschilder für Notausgänge und Löschausrüstung), werden auch abgedeckt. Einige Beispiele werden unten angeführt:

Gehörschutz während Motorentests tragen
Handschuhe während der Wäsche tragen
Während des Schweißens Schutzschild benutzen
Während des Schweißens Schutzbrille benutzen
Maske und Atemschutzmaske beim Lackieren tragen

Passende beleuchtete Zeichen und akustische Signale müssen an Arbeitsplätzen verwendet werden. Gefährliche Stellen (z.B., wo Leute auf verschüttetem Öl ausrutschen oder in Inspektionsgruben fallen können) und Verkehrswege müssen gekennzeichnet werden.

Kein Zutritt für Unbefugte
Industriefahrzeuge

Arbeitsbereiche, die signifikante Mengen von gefährlichen Substanzen (Lagerung von Öl, Benzin, Lösungsmitteln, usw.) enthalten, müssen durch entsprechende Warnzeichen gekennzeichnet werden.

In Lagerräumen platziert (die Zeichen warnen vor explosiven Stoffen)

Sicherheitszeichen stellen einen Gefährdungsgrad zwischen Vorsicht und Gefahr dar. Eine Warnung zeigt eine potentiell gefährliche Situation an, die, wenn sie nicht vermieden wird, zum Tod oder schwerer Verletzung führen könnte. Bestimmungen verlangen, dass Arbeitgeber bestimmte Sicherheitszeichen anbringen müssen, wenn es ein Risiko gibt, das nicht durch andere Mittel, z.B. durch die Konstruktion von Steuerungen und Sicherheitssystemen bei der Arbeit, vermieden oder kontrolliert werden kann. Wo ein Sicherheitszeichen nicht helfen würde, dieses Risiko zu reduzieren, oder wo das Risiko nicht signifikant ist, besteht kein Grund, ein Zeichen zu anzubringen.

Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Sicherheitszeichen, die sie verwenden, ihren MitarbeiterInnen vertraut sind; sie müssen den Angestellten unbekannte Zeichen erklären und ihnen mitteilen, was sie tun müssen, wenn sie ein Sicherheitszeichen sehen.

Ätzendes Material(Lösungsmittel, Reinigungsmittel usw.)

Toxisches Material (Lösungsmittel, Anstriche usw.)

Leicht entzündliches Material (Öl, Lösungsmittel usw.)

Explosives Material (Benzin, usw.)

Markierung für gefährliche Standorte (Inspektionsgruben, usw.)


Sicherheitszeichen haben sehr oft eine orange Fläche mit einer schwarzen Tafel am oberen Ende. „Warnung“ ist in Orange auf der schwarzen Tafel geschrieben. Zusätzliche Formulierungen und Piktogramme sind in Schwarz auf dem unteren Teil des Zeichens gedruckt.

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M06.09.04

Belüftung

Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass ein ausreichendes Lüftungssystem vorhanden ist, und dass die belastetete Luft weg von Personen, Zündquellen, nahe gelegenen Gebäuden und/oder der Maschinen ins Freie geleitet werden kann. Obwohl die wirksamste Art, die Gefahren der Luftbelastung zu reduzieren, wäre, den kompletten Arbeitsprozess einzukapseln, ist das nicht immer möglich.

Arbeitsplätze müssen eine ausreichende Belüftung haben, die für frische und saubere Luftzirkulation in den Arbeitsräumen sorgt, unbelastet durch Kraftstoff- oder andere Prozess-Emissionen. Die. Belüftung sollte ebenfalls warme und feuchte Luft entfernen und verdünnen und für Luftzirkulation sorgen. Wenn der Arbeitsplatz Arbeits- oder Heizgeräte oder andere Quellen von Staub oder Dämpfen enthält, wird mehr Luft benötigt, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. In vielen Fällen bringen Fenster oder andere Öffnungen genügend Lüftung, aber wenn notwendig, müssen mechanische Lüftungssysteme zur Verfügung gestellt werden. Das mechanische Lüftungssystem kann die komplette Werkstatt, lokale Arbeitsbereiche von spezifischen Prozessen (z.B. Kabinen, Bäder von gefährlichen Flüssigkeiten) umfassen oder an Werkzeugen und einigen handbetriebenen Maschinen (z.B. Schleifern) installiert werden




Die Hauptbereiche in einer Fahrzeuginstandsetzungswerkstatt, in denen ausreichende Belüftung notwendig ist, sind:

  • In der Reparaturwerkstatt, durch die Abgase von fahrenden Motoren verursacht
  • In den Lackierkabinen, wegen der entstehenden feinen Aerosole, der Sprühnebel und der Tröpfchen, der giftigen und feuergefährlichen Flüssigkeiten
  • In den Spachtel- und Schleifkabinen durch die Entstehung von Dämpfen und Schleifstäuben,
  • In den Schweiß- und Metallschneidebereichen aufgrund der Entstehung von Gasen und Dämpfen
  • Im Bereich von gefährlichen Flüssigkeitsbädern kann ein Luftschleiersystem genutzt werden (M6.9.14.jpg). In diesem System wird die Luft unter Druck von einer Seite eingeblasen und auf der anderen Seite extrahiert und schützt dadurch den/die ArbeiterIn vor gefährlichen Dämpfen.




Frischluftzufuhröffnungen müssen ausreichend vorhanden sein und Zugangsmöglichkeiten für Inspektionen und Reinigung müssen sich in/an Lüftungsrohrleitungen befinden. Eine Arbeitskabine sollte immer eine nach außen öffnende Notausgangstür in der Außenwand gegenüber dem Kabineneingang besitzen.






Die ganze technische Ausrüstung sollte in gutem Zustand gehalten und von augebildetem Personal regelmäßig gewartet werden. Um effektiv zu arbeiten, müssen die Filter von jedem Lüftungssystem regelmäßig gewechselt werden, Ventilatoren und Leitungen überprüft, Dichtungen ersetzt und Klappenventile untersucht werden.

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M06.09.05

Sozialräume

Arbeitgeber müssen adäquate und entsprechende Sozial- und Sanitäreinrichtungen für ihre Beschäftigten schaffen, während sie bei der Arbeit sind. "Sozial- und Sanitäreinrichtungen" sind jene, die für das Wohlbefinden der Angestellten wesentlich sind, wie Waschmöglichkeiten, Toiletten, Ruhe- und Umkleideräume und ein sauberer Ort zum Essen und Trinken während der Pausen.

Wenn die Arbeit von den Beschäftigten verlangt, sich umzuziehen und spezielle Kleidung (Overalls, eine Uniform, Thermoschutzkleidung usw.) zu tragen, dann muss der Arbeitgeber genügend Umkleiden für die zu erwartende Anzahl von Menschen bereitstellen. Jede Umkleide muss leicht zugänglich sein, Kleidungsaufbewahrungs- und Waschmöglichkeiten enthalten oder in direkter Nähe besitzen, Sitzgelegenheiten bieten, Mittel bereitstellen, die Kleidung aufzuhängen (Haken oder Aufhänger) und die Privatsphäre des/der Benutzer(rs)/in schützen. Die Schränke, Spinte, o.ä. der ArbeiterInnen sollten ausreichend groß, geeignet und sicher sein. All diese Einrichtungen sollten leicht von Arbeits-, Wasch- und Speiseräumen zugänglich sein und sollten die Privatsphäre der NutzerInnen sicherstellen. Für den Fall, dass es schwangere Beschäftigte gibt, muss der Arbeitgeber möglicherweise einen Raum bereitstellen, in dem sich die schwangere Frau oder stillende Mutter ausruhen oder hinlegen kann.

Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Einrichtungen sauber und in gutem Zustand gehalten werden, das bedeutet, dass ein wirkungsvolles System für die Wartung eingeführt werden muss. Die Einrichtungen sollten auch so gestaltet werden, dass die Anforderungen für Behinderte beachtet werden, die in der Werkstatt arbeiten oder den Betrieb besuchen könnten.

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M06.09.05.01

Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit

An einem Arbeitsplatz hängt das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen von der Lufttemperatur, der Hitzeeinstrahlung, der Luftbewegung und Luftfeuchtigkeit ab. Das Gesundheitsrisiko von ArbeiterInnenn steigt, wenn die Umweltbedingungen unerträglich werden. Zum Beispiel entsteht das Risiko von Hitzebeanspruchung daraus, bei hohen Lufttemperaturen, hoher thermischer Einstrahlung oder hoher Luftfeuchtigkeit zu arbeiten, während Kältestress durch Arbeiten während des Winters im Freien entsteht. Wenn eine Beurteilung des Gesundheitsrisikos der ArbeiterInnen vorgenommen wird, die entweder in einer heißen oder kalten Umgebung arbeiten, müssen zwei Arten von Faktoren berücksichtigt werden - persönliche und umweltabhängige. Persönliche Faktoren schließen Körperaktivität, die Menge und Art der Bekleidung und Dauer der Belastung ein, während Umweltfaktoren die Umgebungstemperatur und Einstrahlungshitze sind, und bei Arbeiten im Freien Sonnenlicht, Windgeschwindigkeit und die Gegenwart von Regen oder Schnee.

In einer Kraftfahrzeugwerkstatt können hohe Temperaturen normalerweise in Autowäsche-bereichen und bei Schweißprozessen auftreten. Unzulängliche Lüftung und ineffiziente Kühlsysteme können körperliche Beschwerden, Konzentrationsmängel, Hitzeschlag, Erschöpfung, Krämpfe und Bewusstlosigkeit verursachen.

Sicherheitsmaßnahmen
Arbeitgeber sollten technische und arbeitsorganisatorische Maßnahmen ergreifen, die folgendes sicherstellen:

  • Ausreichende Allgemeinlüftung ohne Zugluftbelastung
  • Mechanische Lüftung (Kühlventilatoren und Klimaanlage) in Bereichen mit hoher Hitze;entwicklung einsetzen und, wenn die Frisch;luft;versor;gung unzureichend ist.
  • Bereitstellung von Heizungen, die keine Abgase in den Arbeitsbereich abgeben
  • Große Mengen von kühlem Trinkwasser müssen am Arbeitsplatz vorhanden sein
  • Gesundheitsverträgliche Steuerung von Hitzestrahlern (besonders in Kopfhöhe) und von lokalen Hitzequellen, z.B. Lacktrocknungslampen

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M06.09.05.02

Sanitäreinrichtungen

Adäquate Toiletten- und Waschgelegenheiten müssen für die Beschäftigten geschaffen werden. Adäquat heißt, der Arbeitgeber muss folgendes zur Verfügung stellen:

  • Eine ausreichende Zahl Toiletten und Waschbecken im Verhältnis zur Personenzahl, die sie wahrscheinlich nutzen wird
  • wo möglich, separate Einrichtungen für Männer und Frauen
  • saubere Sanitäreinrichtungen
  • Versorgung mit Toilettenpapier und für weibliche Beschäftigte Mittel, um Hygieneartikel zu entsorgen
  • Einrichtungen, die gut beleuchtet und belüftet sind
  • Einrichtungen mit fließendem heißem und kaltem Wasser
  • genug Seife oder Waschemulsionen
  • ein Waschbecken ausreichender Größe, um Hände und Unterarme zu waschen, wenn notwendig
  • Mittel zum Trocknen der Hände, z.B. Papierhandtücher oder einen Heißlufttrockner

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M06.09.05.03

Trinkwasser und Pausenräume

Ausreichende Versorgung mit gesundem Trinkwasser sollte mit einem Trinkwasserbrunnen (aufrechte Düse) oder geeigneten Tassen bereitgestellt werden. Wasser sollte nur in nachfüllbaren, geschlossenen Behältern angeboten werden, wenn es nicht direkt aus einer Versorgungsleitung geliefert werden kann. Die Behälter sollten dann wenigstens einmal täglich neu befüllt werden. Mineralwasserflaschen oder Wasserspendersysteme können immer noch eine alternative Trinkwasserquelle bilden.

Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass das Trinkwasser, das sie bereitstellen, folgendermaßen beschaffen ist:

  • frei von Verunreinigungen und am besten direkt aus der öffentlichen Wasserversorgung
  • für alle Beschäftigten leicht zugänglich, außer in Bereichen, wo Verunreinigungen wegen der Art der Arbeiten möglich sind (Beispiele schlechter Praxis)










  • in ausreichender Menge vorhanden (unter Beachtung der Temperatur der Arbeitsumgebung und der Arten von Arbeitsgängen)
  • in bereitgestellte Tassen/Becher abfüllbar sein, oder aus einem Trinkwasserbrunnen stammen
  • mit Hähnen und Behältern, die eindeutig und richtig als Trinkwasser gekennzeichnet sind

Ruheeinrichtungen sollten ebenfalls geschaffen werden und müssen geeignet, ausreichend groß und leicht zugänglich sein. Ruhebereiche oder Zimmer sollten groß genug sein und ausreichende Sitze mit Rückenlehnen und Tischen für die Anzahl von ArbeiterInnen haben, die sie wahrscheinlich gleichzeitig nutzen werden. Sie sollten geeignete Einrichtungen besitzen, um Mahlzeiten zu sich zu nehmen, wenn Mahlzeiten regelmäßig im Betrieb gegessen werden und die Nahrungsmittel am Arbeitsplatz wahrscheinlich kontaminiert würden. Wo warmes Essen nicht angeboten wird oder in der Nähe des Arbeitsplatzes erhältlich ist, können die Beschäftigten Möglichkeiten benötigen, ihr eigenes Essen zu erhitzen. Kantinen oder Restaurants können als Ruheeinrichtungen dienen, und es darf keine Verpflichtung zum Kauf oder Verzehr existieren. Arbeitgeber sollten eine Arbeitsumgebung garantieren, in der die Beschäftigten arbeiten können, ohne von Tabakrauch gestört zu werden. Dies kann durch ein Rauchverbot in allen außer einigen bestimmten Räumen erfolgen.

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M06.09.05.04

Erste Hilfe-Einrichtungen

Beschäftigte können sich bei der Arbeit Verletzungen zuziehen. Es ist dabei nicht wichtig, ob die Verletzung oder die Krankheit von der Arbeit, die sie verrichten, oder nicht, verursacht wird. Wichtig ist, dass Verletzte unmittelbare Aufmerksamkeit erhalten und dass ein Krankenwagen in ernsten Fällen gerufen wird. Ein Arbeitsbereich sollte wenigstens einen verfügbaren Erste-Hilfe-Kasten und eine verantwortliche Person für Erste Hilfe-Angelegenheiten haben. Es gibt keinen generellen Pflichtinhalt für Erste Hilfe Kästen. Was in einem Ersten Hilfe Kasten enthalten sein muss, basiert auf der Beurteilung des Erste Hilfe-Bedarfs durch den Arbeitgeber. Es ist besser, keine Tabletten und Medikamente im Erste Hilfe Kasten aufzubewahren. Obwohl es keinen vorgegebenen Überprüfungs;zeitplan gibt, sind auf vielen Artikeln (besonders sterilen) Verwendungsfristen angegeben. Diese sollten nach Fristablauf ersetzt und sicher entsorgt werden. Falls sterile Artikel keine Verfallsdaten haben, ist es ratsam bei den Herstellern nachzufragen, wie lange sie gelagert werden können.

Alle Erste Hilfe Kästen müssen ein weißes Kreuz auf einem grünen Hintergrund haben. Ebenso sollten Erste Hilfe Räume durch weiße Beschriftung oder ein weißes Kreuz auf einem grünen Hintergrund leicht identifizierbar sein. Erste Hilfe Zeichen sollten so angebracht werden, dass sie gesehen werden (nicht verdeckt) und leicht identifiziert werden können.



Wenn Leitungswasser nicht für die Behandlung von Augenreizungen verfügbar ist, sollte mindestens ein Liter steriles, destilliertes Wasser oder steriles Normalwasser (Salzgehalt 0,9%) in versiegelten Einwegbehältern vorrätig gehalten werden. Falls die Dichtung beschädigt worden ist, sollte der Behälter nicht wieder verwendet werden. Das Wasser sollte auch nicht über sein Verfallsdatum hinaus verwendet werden.

Schriftliche Notfallpläne sollten für Unfälle, wie größere Freisetzungen mit Vergiftungen, Kontakt der Haut und/oder der Augen mit gefährlichen und toxischen Flüssigkeiten, o.ä. existieren.

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M06.09.06

Sicherheit bei der Autowäsche

Sicherheitsmaßnahmen

  • Werkzeuge, Materialien oder andere Gegenstände vom Boden entfernen, auch an Auffahrten, um Stolperrisiken zu vermeiden. Alle verschütteten Flüssigkeiten (Öl, Reinigungsmittel, Wachs, usw.) entfernen und gründlich nachreinigen.
  • Werkzeuge und Geräte vor Benutzung prüfen, und vor dem Beginn jeder Arbeit nachdenken. Gefahren erkennen und Vorkehrungen treffen, um Unfälle zu verhindern. Die gestellte Schutzausrüstung benutzen.
  • Alle unsicheren Arbeitsbedingungen, die Sie bei Ihrer Arbeit bemerken, unmittelbar dem Vorgesetzten berichten
  • Alle Öllappen oder andere leicht entzündliche Abfallstoffe in geschlossenen Metallbehältern außerhalb des Gebäudes sammeln und am besten jeden Tag abholen lassen
  • Vorsichtschilder und Warnzeichen müssen installiert werden, wann immer dies notwendig ist
  • Fahrzeugwäsche kann mit Staub, Schmutz, Öl, Fett und anderen Kfz-Flüssigkeiten kontaminiertes Waschwasser produzieren. Dieses kontaminierte Wasser nicht in Rinnsteine, auf Straßen oder in Regenwasserabläufe leiten

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M06.09.06.01

Persönliche Schutzausrüstung für Waschanlagenpersonal

Während Dampfreinigungsarbeiten sollten die Beschäftigten immer Stiefel, schwere Handschuhe und Gesichtsschutz tragen, um sich vor Verbrennungen zu schützen. Eine Ladung Dampf versehentlich in den Schuh zu spritzen kann Hautverbrennungen erzeugen. Sie können sich Verbrennungen der Hände zuziehen, wenn Sie heiße Verbindungsteile berühren.

Einige Autowäschechemikalien sind ätzend und sollten nicht in direkten Kontakt mit bloßer Haut oder den Augen kommen. Beim Umgang mit solchen Chemikalien, wie sauren und stark ätzenden, konzentrierten Lösungsmitteln oder Wachsen, müssen die Beschäftigten die richtigen Gummischutzhandschuhe, Stiefel und einen Gesichtsschild tragen. (Beispiele schlechter Praxis)






ArbeiterInnen müssen immer Schuhe mit Neoprensohlen tragen, die gegen Chemikalien widerstandsfähig sind. Diese Schuhe sind auch auf öligen oder seifigen Böden besonders rutschsicher und bieten normalerweise durch eingebaute Stahlkappen einen Zehenschutz gegen herunterfallende Gegenstände.


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TRIA Project ::: Entwicklung von Fortbildungsmodulen zur Abschätzung von Risiken am Arbeitsplatz