Making Africa - Zur Geschichte der Konstruktion Afrikas im Spiegel der Kunst und den Kunstsammlungen Europas (BZ)

Wer wen wie repräsentiert, darstellt oder zeigt war und ist auch immer eine Frage der Macht. Auch im 21.Jahrhundert erscheint Afrika noch immer häufig als das Gegenteil Europas, Afrikas Bürger*innen noch immer als der/die Fremde schlecht hin.
Die Geschichte der Konstruktion dieses Afrikabildes mit all ihren Stereotypisierungen und Rassismen beginnt bereits weit vor der Zeit des Kolonialismus, in der Bildenden Kunst und in den Kunstsammlungen Europas.
An Beispielen von historischen Begegnungsräumen ab dem 15. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart durchbricht das Seminar die binären Erzählungen von ‚Europa hier und Afrika da’ und verweist auf die gemeinsame und wechselvolle Geschichte beider Kontinente. Zugleich wird die Kunst Afrikas und der Umgang mit ihr in Europa anhand ausgewählter Beispiele zeitgeschichtlich kontextualisiert. So begegnen beispielweise europäische Künstler der Moderne nicht einfach so der afrikanischen Kunst, sondern stets unter den Bedingungen der imperialen und asymmetrischen Machtverhältnisse ihrer Zeit.  Ferner geht das Seminar grundsätzlich der Frage nach, woran es liegt, dass die Kunst Afrikas einschließlich zeitgenössischer Werke überall in der Welt zu bewundern ist, nur nicht auf dem Kontinent selbst.

VA-Nr. 700.019
Anmeldefrist: 05.02.2027
vom: 03.05.2027 10:00
bis: 07.05.2027 14:30
Kosten: noch offen
Ermäßigung:
Teilnehmerzahl: 20
Veranstaltungsort: Seminarort noch offen
Referent*innen: Manfred Weule